
(SLUB Dresden, St. Marienthal, F5/31, Bl. 6v/7r; ©SLUB Dresden/Ramona Ahlers-Bergner)

(SLUB Dresden, St. Marienthal, H1/5, Bl. 112v/113r; ©SLUB Dresden/Ramona Ahlers-Bergner)
Das nahe der polnischen Grenze gelegene Zisterzienserkloster St. Marienthal im sächsischen Ostritz ist ein idyllischer, sehr besuchenswerter Ort. Doch vor gut einem Jahr sorgte die Nachricht, dass das Kloster zwei seiner wertvollsten Handschriften in den freien Handel geben wollte, für Aufregung. Das Neiße-Hochwasser 2010 erforderte zur Sanierung der Gebäude den Einsatz erheblicher Eigenmittel, um an die notwendigen Fördermittel zu gelangen . Zudem ließ die Corona-Krise die Einnahmen sinken, sodass man 2022 keine andere Lösung mehr sah, als die oben abgebildeten Handschriften zu verkaufen, um wieder liquide zu werden. Die Fachwelt war entrüstet. Zu Recht!
Nach langen Verhandlungen hat nun der Freistaat Sachsen mit finanzieller Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung und unter Einbeziehung der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) nicht nur die beiden Handschriften, sondern die gesamte Klosterbibliothek für 5,5, Mio Euro erworben, um sie dauerhaft im Besitz der Öffentlichkeit zu erhalten. Ein guter Tag für Sachsen, die Wissenschaft und Forschung – und ein guter Grund, mal wieder die SLUB zu besuchen. Dort sind die Handschriften noch bis zum 6. Januar 2024 zu sehen.
Zur Pressemitteilung
Mehr Informationen zu den Handschriften (incl. Links zu den Digitalisaten) gibt es HIER.
Präsentation:
Zwei mittelalterliche
Codices aus dem
Kloster St. Marienthal
6.12.2023 – 6.1.2024
Buchmuseum der
SLUB Dresden (Schatzkammer)
Zellescher Weg 18 (2. OG)
01069 Dresden
Es ist im Moment schwieriger, Geld für Kunst und Kultur zu bekommen. Traurig, denn ich halte es für wichtig, solche Schätze zu erhalten oder auch neue anzukaufen. Viele Grüße.
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