
[Öl, H. 1,05 ; L. 1,41 m; Château de Compiègne MV 5707]
Intermezzo: Amazula und Incomo in Frankreich (1880)
In ganz Europa entstand im Zusammenhang mit den kolonialen Bestrebungen der Briten in Südafrika ein überaus großes Interesse an den Zulus. Besonders in Frankreich (natürlich). Der Tod des Prinzen Louis Napoleon, der nach der endgültigen Abschaffung der französischen Monarchie mit seiner Familie im britischen Exil lebte und am 1. Juni als Offizier der britischen Truppen im Zulukrieg, durchbohrt von 18 Speeren (Assegais), gefallen war, verliehen dem öffentlichen Interesse einen weiteren Schub. Es kam in Frankreich zu einer regelrechten Zulumanie.1 Kaum ein Tag, wo man nicht etwas in der Zeitung über die Zulus lesen konnte. Und natürlich bemühten sich auch hier Veranstalter, echte Zulus präsentieren zu können. In Paris erregten die fünf wild aussehenden und nur spärlich bekleideten Zulukrieger, die in den schon damals nicht unbedeutenden Folies- Bergère auftraten, besondere Aufmerksamkeit.

Plakat der Folies-Bergère:
Les Zoulous (Bibliothèque nationale de France)