Luft. Eine für alle (09. Nov 2024 – 26. Okt 2025)

Video und kurze Kritik zur Sonderausstellung im
Deutschen Hygiene-Museum

Neulich war ich – wie schon so oft – mal wieder im Hygiene-Museum, um mir kurz die neue Sonderausstellung anzusehen. Ich wollte herausfinden, ob sich ein ausführlicherer Besuch in Begleitung meiner Partnerin lohnen würde und beschäftigte mich in der Kürze der Zeit nur sehr oberflächlich mit den Inhalten. Denn hauptsächlich war mein Plan, etwas Bildmaterial zu sammeln. Da ich seit kurzer Zeit mit einem Programm zum Videoschnitt spiele, wollte ich an diesem Beispiel mal versuchen, ein kleines Video zu einer Ausstellung herzustellen.

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Caspar David Friedrich – Kunst für eine neue Zeit (ausverkauft!)

Screenshot von der Seite der Hamburger Kunsthalle (22.03.2024)

Kurz vor Toresschluss habe ich es dann doch noch geschafft, mir die große Sonderausstellung zum Werk Caspar David Friedrichs im Ungers-Bau der Hamburger Kunsthalle anzusehen. Medial omnipräsent konnte man diese Schau ja gar nicht übersehen. Und so hatte auch ich das Gefühl, diese Schau fast schon sehen zu müssen.

Wie erwartet gab es da viel vom Herrn Friedrich zu sehen: 60 Gemälde und etwa 100 Zeichnungen und noch dazu 20 Arbeiten von Künstlerfreunden wie C.G. Carus oder J. Chr. Dahl. Wie ebenfalls zu erwarten, bildete das neuartige Verhältnis von Mensch und Natur in Friedrichs Landschaftsdarstellungen den thematischen Mittelpunkt.1 Was auch sonst?

Dass Gemälde wie Kreidefelsen auf Rügen, Mönch am Meer Zwei Männer in Betrachtung des Mondes, Wanderer über dem Nebelmeer und das Eismeer, allesamt Ikonen der Romantik, Menschen in Scharen anlocken würde, war auch keine Überraschung. Jedenfalls nicht für mich, für die Hamburger Kunsthalle offensichtlich schon.

Oder wie ist es zu erklären, dass auf der Webseite der Kunsthalle schon seit Wochen darauf hingewiesen wird, dass die Ausstellung „ausverkauft!“ ist. Vermutlich freuen sich die an der Ausstellung Beteiligten und dafür Verantwortlichen sehr darüber. Die Freude sei Ihnen gegönnt. Ich finde nur irritierend, dass allem Anschein nach niemand in der Lage war, das vorherzusehen und entsprechende Vorbereitungen für diesen Publikumsansturm zu treffen. Das ist ja nicht das erste Mal, dass so eine Blockbuster-Ausstellung die Massen anzieht. Andernorts reagierte man schon öfter mit einer erheblichen Ausdehnung der Öffnungszeiten. In Hamburg nicht, ja man hält sogar an der museumsüblichen Schließung am Montag fest.

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Das Technische Museum der Bandweberei in Großröhrsdorf

Als ich vor etwa zwei Jahren hier in Sachsen meine Fühler ausstreckte und meine Freundin zum Rathaus in Großröhrsdorf begleitete, war ich ob seiner Dimension doch etwas irritiert. Wir waren einige Kilometer durch den Ort gefahren und auf den ersten Blick wirkte der größte Teil der Bebauung auf mich etwas monoton und recht bescheiden, um nicht zu sagen ziemlich langweilig. Und dann so ein Rathaus?

Das Rathaus um 1912, sozusagen „auf der grünen Wiese“ (Deutsche Fotothek)

Das machte mich neugierig und ich beschloss, mir den Ort etwas genauer anzusehen. Ja klar, da waren einige alte, baufällige und ein paar aktive Industriegebäude am Straßenrand. Zum Teil auch solche, die man in einem Ort dieser Größenordnung nicht erwarten würde. Und dann auch noch einige große, hochherrschaftliche Villen. Oft abseits der Fabriken, etwas versteckt in Nebenstraßen. Schnell war klar, dass in Großröhrsdorf einmal zahlreiche Schornsteine rauchten und der Ort seine Größe einer Vielzahl von Industriebetrieben verdankte. Doch was produzierten sie?

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Mein erster Museumsjob: Tuchfabrik Müller in Euskirchen-Kuchenheim

Interview 1989

Zurück in’s Jahr 1989. In diesem Jahr begann ich, in einem Team von Angehörigen unterschiedlichster Fachdisziplinen, meinen ersten Job als studentische Hilfskraft in der Außenstelle des LVR-Industriemuseums in Euskirchen-Kuchenheim. In der Tuchfabrik Müller. Einer Volltuchfabrik, in der von 1894 bis 1961 Wollstoffe produziert wurden, die etwa zur Herstellung von Anzügen oder Uniformen dienten.

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