Das Technische Museum der Bandweberei in Großröhrsdorf

Als ich vor etwa zwei Jahren hier in Sachsen meine Fühler ausstreckte und meine Freundin zum Rathaus in Großröhrsdorf begleitete, war ich ob seiner Dimension doch etwas irritiert. Wir waren einige Kilometer durch den Ort gefahren und auf den ersten Blick wirkte der größte Teil der Bebauung auf mich etwas monoton und recht bescheiden, um nicht zu sagen ziemlich langweilig. Und dann so ein Rathaus?

Das Rathaus um 1912, sozusagen „auf der grünen Wiese“ (Deutsche Fotothek)

Das machte mich neugierig und ich beschloss, mir den Ort etwas genauer anzusehen. Ja klar, da waren einige alte, baufällige und ein paar aktive Industriegebäude am Straßenrand. Zum Teil auch solche, die man in einem Ort dieser Größenordnung nicht erwarten würde. Und dann auch noch einige große, hochherrschaftliche Villen. Oft abseits der Fabriken, etwas versteckt in Nebenstraßen. Schnell war klar, dass in Großröhrsdorf einmal zahlreiche Schornsteine rauchten und der Ort seine Größe einer Vielzahl von Industriebetrieben verdankte. Doch was produzierten sie?

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Mein erster Museumsjob: Tuchfabrik Müller in Euskirchen-Kuchenheim

Interview 1989

Zurück in’s Jahr 1989. In diesem Jahr begann ich, in einem Team von Angehörigen unterschiedlichster Fachdisziplinen, meinen ersten Job als studentische Hilfskraft in der Außenstelle des LVR-Industriemuseums in Euskirchen-Kuchenheim. In der Tuchfabrik Müller. Einer Volltuchfabrik, in der von 1894 bis 1961 Wollstoffe produziert wurden, die etwa zur Herstellung von Anzügen oder Uniformen dienten.

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